
So richtig habe ich das noch nicht realisiert. Seit mehr als einem halben Jahr lebe ich jetzt schon in Reykjavik. In den 7 Monaten "PIN" habe ich gefühlt schon so viel erlebt und gesehen wie in den 18 Jahren davor. Und das nicht nur in Island, auch Schweden, Norwegen, Lettland und Estland habe ich erkundet und eine wunderbare Zeit mit tollen Menschen verbracht.

Besonders die gemeinsamen Feiertage und das Zwischenseminar mit den Mitpraktikanten habe ich sehr genossen! Absolute Highlights waren natürlich die Reisen und Besuche in den anderen Einsatzstellen. Schon im Dezember habe ich Annamaria in Akureyri besucht, und gemeinsam waren wir auch in Oslo, Tartu und Riga, sowie Vadstena, Stockholm, Uppsala und Marielund.
Zurück nach Reykjavik

Auch wenn es gar nicht so klingt, den Großteil meines "PINs" habe ich natürlich in Reykjavik verbracht. Islands Haupstadt ist wirklich zu einem zweiten Zuhause für mich geworden und besonders die Menschen hier sind mir sehr ans Herz gewachsen. Irgendetwas oder irgendwer bringt einen immer zum Lachen. Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, Freunden und Familie mein Leben hier zu zeigen.

Kurz nachdem ich von unserem Zwischenseminar und angehängter Reise mit Annamaria zurück war, hatte ich Besuch von Maja, Lea und Marina aus Vadstena. Zu viert haben wir mit unserem sehr liebgewonnenen Mietauto den Süden Islands unsicher gemacht, begleitet von Bibi und Tina und Abba.
Nicht mal eine Woche später waren auch schon meine Mutter und Schwester hier, sowie Freunde aus der Heimat. Die Wiedersehensfreude war natürlich riesig! Island hat sich wettertechnisch von seiner besten Seite gezeigt, sodass wir die volle Ladung an Natur und Nordlichtern mitnehmen konnten!
Ruhe nach dem Sturm

Nachdem ich seit Anfang Februar fast ununterbrochen entweder selbst unterwegs war oder Besuch hatte, genieße ich etwas Ruhe und den Alltag jetzt sehr und habe endlich Zeit für meinen zweiten Blogeintrag. Wobei, langweilig wird es definitiv nicht! Jubiläumsfeiern, Priestertreffen, … standen an. Auch meinen Hobbys Handball und Schwimmen kann ich jetzt wieder regelmäßiger nachgehen. Und ganz wichtig: die Helligkeit genießen!
Auch wenn mir der Winter und die Dunkelheit nicht allzu viel ausgemacht haben, freue ich mich sehr auf den Frühling und Sommer und kann die Sonnenstrahlen jetzt ganz anders wertschätzen.
Endspurt
Für die letzten 3 Monate habe ich mir eines vorgenommen: die Zeit ganz bewusst genießen, denn sie wird wie im Flug vergehen! Es wird sicherlich ein unglaublich schwerer Abschied werden, aber ich freue mich auch schon wieder auf zu Hause, auf meine Familie und Freunde.
Liebe Grüße aus Reykjavik!